Zecken im Wald – wie du dich schützt und trotzdem entspannt durchatmest.
- Lotte Elderhorst

- 17. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Apr.
Du gehst langsam den Waldweg entlang. Der Boden federt weich unter deinen Füssen, das Licht fällt sanft durch die Blätter. Du atmest tief ein – und spürst, wie sich etwas in dir entspannt.
Genau dafür bist du hier.
Und dann ist er plötzlich da, dieser Gedanke: Was ist eigentlich mit Zecken?
Ein kurzer Moment der Anspannung. Vielleicht sogar der Impuls, den Aufenthalt im Wald vorsichtiger – oder kürzer – zu gestalten.
Doch die gute Nachricht ist: Du kannst dich zuverlässig schützen – und gleichzeitig die wohltuende Wirkung des Waldes voll geniessen.

Warum uns der Wald so gut tut – trotz kleiner Risiken
Der Wald ist mehr als nur ein Ort in der Natur. Er ist ein Gegenpol zu unserem oft hektischen Alltag – eine Art „Parallelwelt“, die Ruhe, Klarheit und Regeneration ermöglicht.
Wenn du achtsam durch den Wald gehst, passiert etwas Entscheidendes: Dein Nervensystem reguliert sich. Deine Gedanken werden ruhiger. Dein Körper kommt wieder bei sich an. Und genau deshalb lohnt es sich, hinzuschauen – statt zu vermeiden.
Was sind Zecken eigentlich?
Zecken sind kleine Spinnentiere, die vor allem in hohem Gras, im Unterholz, an Waldrändern und auch in Gärten leben.
Wichtig zu wissen: Zecken fallen nicht, wie häufig angenommen, von Bäumen. Sie sitzen meist in Knie- bis Hüfthöhe und werden beim Vorbeigehen abgestreift. In der Schweiz und damit auch in den Wäldern rund um Zürich, sind sie von Frühling bis Herbst aktiv – also genau dann, wenn es uns am häufigsten nach draussen zieht.
Wie gefährlich sind Zecken wirklich?
Zecken können Krankheiten übertragen. Das sind vor allem Borreliose sowie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).
Und jetzt einige wichtige Punkte für deine Einordnung:
Nicht jede Zecke ist infiziert.
Ein Stich führt nicht automatisch zu einer Erkrankung.
Je schneller du eine Zecke entfernst, desto geringer das Risiko.
Das bedeutet: Es geht nicht darum, Angst zu haben – sondern informiert zu sein.
Zecken im Wald bei Zürich – das solltest du wissen
In der Schweiz – und auch rund um Zürich – sind Zecken weit verbreitet. Besonders in:
Wäldern und Waldrändern
Wiesen und Parks
feuchten, schattigen Gebieten
Das Risiko für einen Zeckenstich ist also auch in deiner Umgebung real – gleichzeitig aber gut kontrollierbar. Wichtig zu wissen: Die Schweiz zählt zu den Regionen mit FSME-Risikogebieten, weshalb eine Impfung je nach Aufenthaltsgebiet sinnvoll sein kann.
Wie schützt man sich vor Zecken im Wald in der Schweiz?
Mit ein paar einfachen Massnahmen kannst du dein Risiko deutlich reduzieren:
Vor dem Waldbesuch
Trage lange Kleidung (ideal: helle Farben, da auf hellem Stoff die dunklen Krabbeltierchen schnell sichtbar sind).
Stecke die Hose in die Socken sodass nichts hineinkriechen kann.
Nutze bei Bedarf ein Zeckenschutzmittel
Währenddessen
Bleibe – je nach Gebiet – eher auf Wegen. Dort hast du am wenigsten direkten Kontakt mit den Gewächsen.
Vermeide dichtes Unterholz.
Nach dem Waldbesuch
Kontrolliere deinen Körper (besonders: Kniekehlen, Leisten, Achseln, Haaransatz).
Duschen kann helfen, Zecken früh zu entdecken.
Lege deine getragene Kleidung nicht auf dein Bett, sondern in den Wäschekorb oder gleich in die Maschine. Sonst krabbeln die Tierchen in dein Bett und kommen nachts doch noch auf deinen Körper.
Welche alternativen Zeckenschutz-Methoden gibt es?
Ich will nichts schön reden: „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „wirksam“. Viele alternative Methoden funktionieren eher ergänzend – nicht als alleiniger Schutz. Es lohnt sich also, realistisch zu bleiben.
Hier einige alternativen Zeckenschutz-Methoden, inklusive ehrlicher Einschätzung:
Ätherische Öle:
Beliebt sind vor allem Lavendelöl, Zitroneneukalyptus, Teebaumöl sowie Rosmarinöl. Sie alle wirken über den Geruch und können Zecken abschrecken.
Wirkung ist meist kürzer und schwächer als bei klassischen Zeckensprays. Daher muss ätherisches Öl häufiger erneuert werden. Achte beim Kauf darauf, dass das Öl eine gute Hautverträglichkeit hat.
Kokosöl:
Es enthält Laurinsäure, die Zecken abschrecken kann. Das Kokosöl wird wie die ätherischen Öle auch, dünn auf exponierte Hautstellen aufgetragen.
Die Vorteile sind, dass Öl ein natürliches Produkt ist, welches deine Haut pflegt und sich angenehm anfühlt. Allerdings ist die Schutzdauer begrenzt und diese Methode eignet sich nicht ausreichend bei dichtem Gras oder hohem Zeckenaufkommen.
Pflanzliche Zeckensprays:
Natürliche, pflanzenbasierte, Zeckensprays haben oftmals Inhaltsstoffe wie Zitroneneukalyptus, Geraniol oder Citronella. Möglicherweise ist ein gutes Produkt wirkungsvoller als nur Öl, denn teilweise werden diese Produkte bereits wissenschaftlich untersucht. Ich sehe pflanzliche Zeckensprays als beste Alternative zu chemischen Mitteln und als einen guten Kompromiss zwischen Natürlichkeit & Wirkung.
Entspannt durchatmen – auch mit Zecken im Wald
Die Natur ist kein steriler Raum und Zecken gehören zur Natur. Genauso wie die Stille des Waldes, das Rascheln der Blätter und das Gefühl, wieder bei dir selbst anzukommen.
Wenn du weisst, wie du dich schützt, musst du dich nicht mehr entscheiden zwischen:
Sicherheit oder Entspannung. Du kannst beides haben.
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