Das Komfortzonenmodell im SAC Kurs “Führen am Berg”
- Lotte Elderhorst

- 21. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Raus aus der Komfortzone, rein ins Vergnügen! Was für die Teilnehmenden einer SAC-Tour stimmen mag, ist für ihre Tourenleiter:innen nicht die passende Herangehensweise, um eine sichere Tour zu führen. Während die Teilnehmenden gute Erfahrungen machen und an ihre mentale Grenze kommen dürfen, steht für die Tourenleitung die Sicherheit der gesamten Gruppe an oberster Stelle.

Seit einigen Jahren bin ich als Kursleiterin für den SAC (Schweizer Alpenclub) aktiv. Heute berichte ich euch über das Komfortzonenmodell, welches wir in der Ausbildung thematisieren.
In der Fortbildung für Tourenleitende «Führung am Berg» arbeiten wir mit dem Komfortzonenmodell. Dieses Modell, auch als 3-Zonen-Modell bekannt, beschreibt, in welchen Bereichen sich eine Person bewegt: Es zeigt den Tourenleitenden auf, wo ihre eigenen Grenzen sind, in welchem Bereich sie eine Tour sicher leiten können und was sie unternehmen müssen, um auch bei unerwarteten Ereignissen einen klaren Kopf zu bewahren.
Das Komfortzonenmodell bietet einen Rahmen für die Führung von Gruppen im Bergsport. Es unterteilt die Erfahrungsbereiche in drei Zonen: Komfortzone, Lernzone und Panikzone. Im Komfortbereich fühlen sich Teilnehmende auf Tour sicher und unbelastet, während der Lernbereich Herausforderungen und Wachstumspotenzial bietet, ohne zu überfordern. Die Panikzone wird dann erreicht, wenn die Anforderungen der Tour zu hoch sind. Dies ruft Stress und potenziell negative Erfahrungen hervor.
Für SAC-Tourenleitende ist es sinnvoll, diese drei Zonen zu verstehen und bewusst damit umzugehen, um auf einer Tour positive und bereichernde Erfahrungen zu ermöglichen. Sowohl für die Teilnehmenden als auch für sich selbst. Manche Teilnehmende suchen auf den Touren bewusst die Lernzonen, um zu wachsen. Andere sind gerne in der Komfortzone unterwegs. Tourenleitende hingegen sollen den Fokus auf ihre persönliche Komfortzone legen, um eine Tour souverän und sicher leiten zu können. Die Anwendung des Komfortzonenmodells bei der Leitung von SAC-Touren ermöglicht ein gutes Verständnis für die eigenen Fähigkeiten und Grenzen sowie die Eigenschaft, dynamisch auf Veränderungen während der Tour zu reagieren. Wir üben so unsere Souveränität in Stresssituationen. Wir machen dies unter anderem in Rollenspielen, wo wir unsere Stressfähigkeit an konkreten Beispielen testen.
Der Kurs ist äusserst interaktiv – d.h. wir arbeiten an konkreten Fällen unter aktiver Teilnahme von allen – inkl. Übungsszenarien und Fallbeispielen, um die eigene Wahrnehmung zu schärfen. Und: das Gelernte lässt sich auch im Job und im Privatleben anwenden.
Bist du Tourenleiter oder Tourenleiterin im SAC? Dann komm mit und lerne, was du tun kannst, um in deiner Leiterfunktion immer alles im Griff zu haben. Ich freue mich über deine Kontaktaufnahme. Das Komfortzonenmodell im SAC Kurs “Führen am Berg”.
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Kontakt:
NATURZEITplus mit Lotte Elderhorst, c/o Elderhorst GmbH, Gotthardstrasse 55, 8002 Zürich



