Achtsames Wandern: Mit allen Sinnen unterwegs. Ein Erfahrungsbericht.
- Lotte Elderhorst

- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Ein kühler Samstagmorgen in Gurtnellen: grauer Himmel, tiefe Wolken, feuchte Luft. Doch statt gleich loszumarschieren, bleibt die Gruppe stehen. Unter hohen Bäumen laden die Wanderleiterinnen Martina Suter und Lotte Elderhorst dazu ein, innezuhalten: Augen schliessen, den Boden spüren, die Gedanken symbolisch an einen Baum abgeben. Ein stiller Moment – ein ungewohnter Auftakt für eine SAC Wanderung.
Achtsames Wandern: Mit allen Sinnen unterwegs. Ein Erfahrungsbericht.

Dann geht es los, entlang des rauschenden Fellibachs hinauf zur Treschhütte im Kanton Uri. Heute zählen nicht die rund 700 Höhenmeter, sondern das bewusste Gehen.
Regentropfen glitzern im Moos, Erddüfte steigen auf, nasse Äste knacken leise. «Langsamer zu gehen fiel mir am Anfang echt schwer», erzählt später eine Teilnehmerin. «Aber dann stellte sich Ruhe ein – und ein klarer Kopf.»
Qi-Gong-Sequenz und Teezeremonie auf der Alp
Unterwegs vertiefen Achtsamkeitsübungen und eine Qi-Gong-Sequenz das bewusste Wahrnehmen. In Zweierteams erkunden die Teilnehmenden eine Wiese mit allen Sinnen und tauschen ihre sehr unterschiedlichen Eindrücke aus. Am Nachmittag wartet eine Teezeremonie in einer Waldlichtung: Der Regen hört auf, die Sonne zeigt sich kurz, eine Kröte hüpft vorbei. Trotz grauem Wetter ist die Stimmung gelöst – vielleicht gerade, weil es nicht um Leistung, sondern ums Loslassen geht.
Powernap auf warmem Stein
Am Sonntag zeigt sich das Fellital von seiner schönsten Seite. Mit einer kurzen Übung reflektieren wir das äussere und innere Wetter, bevor wir bei Sonnenschein über die
Pörtlilücke aufsteigen. Auf 2505 Metern geniessen wir eine ausgedehnte Mittagspause: Powernap auf warmem Stein, stille Meditation, einfach Sein. Der Abstieg führt über den Spillauisee zur Etzlihütte, wo der Kaffee besonders gut schmeckt, bevor uns das Alpentaxi nach Erstfeld bringt.
Der Sinn für die kleinen Dinge
Was bleibt? Viele berichten, wie wohltuend das verlangsamte Tempo war und wie sich der „Tunnelblick“ beim Wandern auflöste. Einzelne Details – ein Wassertropfen, ein Lichtreflex – wurden zum Ereignis. Achtsames Wandern zeigte sich als bereichernde Ergänzung zu klassischen SAC-Touren: weniger sportlicher Anspruch, mehr Präsenz, Gemeinschaft und Gelassenheit. Achtsames Wandern: Mit allen Sinnen unterwegs. Ein Erfahrungsbericht.
Achtsames Wandern: Mit allen Sinnen unterwegs.
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Kontakt:
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